Warum tust du dir das an? – Oder – Plädoyer für einen Hund

Die erste Reaktion einiger wohlmeinender Freunde auf die Bekanntmachung, dass wir einen Hund bekommen werden lautete: „Warum tust du dir das an? Hast du nicht schon genug an den Hacken?“

Diese Frage könnte ich natürlich einigen Bekannten auch im Hinblick auf Ihre Ehepartner stellen, aber das verkneift man sich dann doch lieber.

Nun sollte man vielleicht fairer Weise erwähnen, dass die miesepetrige Haltung meiner erwähnten Bekannten nicht etwa aus Boshaftigkeit, sondern in den meisten Fällen tatsächlich aus Sorge um mein Wohlergehen begründet war.

Gut, mit einem lebhaften Sohn, Freundeskreis, Beruf, Haus und Garten kommt wirklich selten Langeweile auf, aber – da ist auf jeden Fall noch Platz für einen Hund!

Nun, aber was ist eigentlich so toll an einem Hund?

Betrachten wir die Angelegenheit doch mal etwas genauer.

Ich mag Kinder. Ehrlich. Ich habe ja selber eins. Ich finde es toll, etwas mit ihnen zu unternehmen, ihnen beim Schlafen zuzusehen und ihre Weltanschauungen sind teilweise so herzerfrischend auf den Punkt, dass man sie gerne mal zu einer Diskussionsrunde nach Berlin schicken würde. Nur – ich mag nicht alle Kinder. Und da beginnt der Unterschied zu Hunden.

Hundekinder sind allesamt zum Niederknien süß. Und wenn sie klein sind, kann sich mein Herz selbst für Pitbulls und Chihuahua erwärmen. Und mal unter uns, die sind ja erwachsen nicht wirklich schön.

Nun gehöre ich aber auch nicht zu jenen Hundefans, die einen Jahresplaner mit Retriever-Köpfen in der Küche hängen haben und ihren Morgenkaffe aus einer Labrador-Tasse schlürfen. Wie bitte? Ach so, die Labrador-Figurinen auf meinem Kachelofen-Sims? Nun ja – die passten da einfach ganz gut hin.

Jedenfalls geht meine Hundeliebe nicht so weit, dass er auf das Sofa, ins Badezimmer oder gar in mein Bett dürfte. Beim Bett meines Sohnes habe ich hingegen verloren. Da steht es einfach zwei gegen einen.

„Da hätte ich an deiner Stelle ja keine Lust zu – bei jedem Wetter mit dem Hund raus zu gehen.“

Ganz ehrlich gesagt – ich auch nicht! Aber was für ein Gefühl, wenn man durchgefroren, mit roten Wangen ins warme Haus zurückkehrt. Da bekommt der Begriff „Heim“ doch direkt eine ganz andere Bedeutung, der heiße Kaffee schmeckt noch mal so gut und die Schlagzahl meiner Erkältungen ist seit 2 Jahren auch deutlich gesunken.

Besonders bewusst wird mir der gesundheitsfördernde Aspekt eines Hundes, wenn man am Abend in gepflegter Runde mal etwas mehr als nur ein Kölsch zu sich genommen hat. Die Überwindung, dem hellen Tageslicht früh morgens mit dickem Kopf zu begegnen ist groß, aber während man selbst nach einem längeren Spaziergang wieder halbwegs aktiv am Tagesgeschehen teilnehmen kann, dümpelt so manch  anderer mit Aspirin bewaffnet und heruntergelassenen Jalousien bis zum frühen Abend auf dem Sofa vor sich hin.

„Hast du mit deinem Kind nicht schon genug zu tun?“

Na klar habe ich das, aber der Hund hilft wunderbar bei der Erziehung. Er ist Seelentröster, wenn die ganze Welt (bevorzugt die Lehrerin) mal wieder gemein war. Er ist Spielgefährte, der immer Lust hat zu toben und raus zu gehen (was man von so manchem Stubenhocker Freund nicht behaupten kann). Geheimnisträger, der alles, aber auch wirklich alles, was man ihm erzählt für sich behält. Also ich habe jedenfalls noch nichts aus ihm heraus bekommen.

Nicht zuletzt hilft er tatsächlich einen Sinn darin zu erkennen, Ordnung zu halten, da herumliegendes Spielzeug ansonsten erst vermisst gemeldet und nach Wochen im Garten wieder entdeckt wird.

Und das Bewusstsein, dass man für jemanden Verantwortung übernehmen muss, kann meiner Meinung nach auch nicht schaden.

„Warum gehst du denn noch zur Hundeschule? Der hört doch schon gut und du machst dir jedes Wochenende kaputt.“

Also mal im Ernst. So was kann wirklich nur ein Nicht-Hundebesitzer sagen, oder zumindest einer der noch nie beim RTT (www.retrievertrainingstreff.de) war.  (Der ja nicht mal eine Hundeschule ist, wie wir alle wissen)

Eigentlich machen mir nur die Veranstaltungen das Wochenende kaputt, die mich davon abhalten zum RTT zu gehen. Es macht einfach Spaß, mit netten Leuten einer gemeinsamen Begeisterung nach zu gehen.

„Mir würde der ja zu viel Dreck machen“

Jaja, der geneigte Hundefreund lächelt nun und schüttelt milde den Kopf. Manchmal denke ich auch darüber nach, ob ein Exemplar in Parkettfarbe nicht putzfreundlicher gewesen wäre… Aber irgendwann gewöhnt man sich daran, dass man auch in den entlegensten Winkeln des Hauses vermutlich noch in 100 Jahren vereinzelt schwarze Hundehaare finden wird. Gegenwärtig sind die Winkel nicht allzu entlegen und können sich auch schon mal im Weinglas befinden. Freunde sind die, die das Haar kommentarlos herausfischen und mit mir anstoßen.

„Mal ganz ehrlich – würdest du dir noch mal einen Hund zulegen?“

Ja! Definitiv! Ganz bestimmt!

Er ist schon beim Wachwerden begeistert, dass es mich gibt und nie morgenmuffelig u77xumd. Er achtet auf meine Gesundheit und sorgt dafür, dass ich mich bewege – ohne dabei darauf hinzuweisen, dass ich es auch nötig habe. Er freut sich wie jeck, wenn ich nach Hause komme und beschenkt mich reichlich. (Auch wenn ich nicht immer Appetit auf Kauknochen habe, ist es doch eine nette Geste.)

Er hat immer Verständnis, wenn ich länger am Rechner arbeiten muss und legt sich mir zu meiner moralischen Unterstützung zu Füßen. Und wenn es einem mal schlecht geht, reicht ein Blick aus diesen haselnussbraunen Augen und das Kraulen eines samtweichen Ohres um zu wissen „Es wird wieder gut.“

Alles in Allem kann und möchte ich mir ein Leben ohne Hund nicht mehr vorstellen.

Denn wie sagte Heinz Rühmann einmal:

„Man kann auch ohne Hunde leben – aber es lohnt sich nicht.“

Eben.

Die Apfelmütter

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Der Traum vom Hund

Im Januar 2005 dachte ich „jetzt oder nie“, entschied ernst zu machen und mir meinen Kinderwunsch vom eigenen Hund endlich zu erfüllen.
Selbstverständlich habe ich mich vorher schlau gemacht.
Ich las viel über die verschiedensten Rassen und Hundetypen und mir wurde schnell klar: Es muss ein Retriever sein. Definitiv!
Da ich ein großes und meist leider auch butterweiches Herz habe (man merkt es an meiner Erziehung von Hund und Kind *räusper) wollte ich zunächst ein unglückliches Wesen retten –
bei Retriever in Not.
Zu alt sollte er allerdings auch nicht sein, da ich keinen „vorbelasteten“ Hund in meinem Haus haben wollte, in dem ständig Kinder ein und aus gehen. Der Wunsch-Kandidat war schnell gefunden und unser Bewerbungsschreiben wurde mit solcher Sorgfalt erstellt und mit Bildern von uns, Haus, Garten und umliegenden Auslaufflächen versehen, dass ich uns das Tier auf jeden Fall gegeben hätte. Nun gut, Retriever in Not zog es leider vor sich überhaupt nicht mehr zu melden, auch nicht auf Nachfragen von uns.

Das gab mir Zeit, viel Zeit! Zum Beispiel, um so schöne Hinweise zu lesen wie etwa:
„Ein Retriever ist ein perfektes Familienmitglied – er hilft bei der Gartengestaltung, erzieht deine Kinder und macht die Anschaffung eines leistungsstarken Staubsaugers erst so richtig sinnvoll“
Ich las aber auch, dass man darauf achten sollte, einen Hund aus einer vernünftigen (möglichst DRC-) Zucht zu erwerben. Die Argumente waren schlüssig und wenn ich nun schon so richtig wählerisch wurde, dann sollte es auch ein kleiner „Choco-Welpe“ sein.
Der passt zur Einrichtung, hat schöne Augen und macht was her – dachte ich…

Bis ich durch Zufall auf der DRC-Internetseite auf die Rubrik „Vermittlung älterer Hunde“ stieß. Habe ich schon erwähnt, dass ich damals Zeit hatte? Ich hatte ja noch keinen Hund.
Also klickte ich mich ein und ließ meinen Blick mäßig interessiert über die Zeilen wandern – bis ich mein Geburtsdatum las (na ja, das Jahr war ein anderes). Es war sofort klar – das ist MEIN Hund!
12 Wochen war er „alt“, als wir ihn Anfang September 2005 nach ausgiebigen Bewerbungs-gesprächen im fernen, fernen Sauerland endlich abholen durften.
Und nun sitzt er hier – schwarz und mit den wunderschönsten Augen, die mich anbetteln „Geh doch noch mal mit mir raus“. Zeit habe ich heute deutlich weniger. Alleinerziehend mit meinen beiden zwei- und vierbeinigen Jungs.
Aber ich habe es nie bereut, mir meinen Traum vom Hund erfüllt zu haben.
Jetzt träume ich weiter – von einer Putzfrau!

Fast wahre Geschichten nicht nur von schwarzen Hunden